Stadtentwicklung

Die Begriffe „extensive“ und „intensive Reproduktion“ entstammen der marxistischen Wirtschaftstheorie und bezeichnen vereinfacht den Unterschied zwischen quantitativem (extensiv) und qualitativem (intensiv) Wachstum. [1] Eine Forderung nach einer intensiven Reproduktion der Volkswirtschaft kamen in den 1960er Jahren im Zuge der Einführung des sogenannten „Neuen Ökonomischen Systems der Leitung und Planung“ auf. Dieses sollte die Phase des extensiven, also quantitativen Wachstums in der DDR ablösen.

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Transformation

Das Wort stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Umformung. In den frühen 1990er Jahren, kurz nach dem Zusammenbruch des Staatssozialismus in Europa, wurde T zum allgemeinen Begriff, um die Veränderungen der gesellschaftspolitischen Grundlagen der betroffenen Länder zu bezeichnen. In diesem Sinne wird seltener auch der Begriff Transition (hier in der Bedeutung Übergang) gebraucht. Es gibt keine Legaldefinition von T, ebenso wenig eine allgemein akzeptierte Datierung. Der Umbruch der Gesellschaftsordnungen, der die T einleitete, geschah im Wesentlichen in den 1990er Jahren; die Auswirkungen auf einige Bereiche des Lebens prägen heute noch die Entwicklung von Städten und Landschaften.

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Verschleiß

Der „moralische Verschleiß“ eines Produktionsmittels (beispielsweise einer Fabrikationsmaschine) stellt nach Marx neben den üblichen Abnutzungserscheinungen – die unter materiellem oder physischem Verschleiß zusammengefasst werden – das Konzept einer technischen Überalterung dar:

„Neben dem materiellen unterliegt die Maschine aber auch einem sozusagen moralischen Verschleiß. Sie verliert Tauschwert im Maße, worin entweder Maschinen derselben Konstruktion wohlfeiler reproduziert werden können oder beßre Maschinen konkurrierend neben sie treten.“ [1]

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Wohnungsbauprogramm

Das Programm mit dem Ziel der Lösung der Wohnungsfrage bis 1990 wurde vom ZK der SED am 2. Oktober 1973 als Kernstück der sozialpolitischen Maßnahmen des VIII. Parteitags von 1970 beschlossen. Schwerpunkt war die Schaffung von 3 Millionen Wohnungen inkl. der dazugehörigen Versorgungseinrichtungen („komplexer Wohnungsbau“) in industrieller Bauweise.