Bauakadmie der DDR

1951 als „Deutsche Bauakademie“ neu gegründet und im Jahr 1972 in „Bauakademie der DDR“ umbenannt. Sie war die oberste wissenschaftliche Einrichtung für Städtebau, Architektur und Bauingenieurwesen und wurde (zulasten der Hochschulen) zum außeruniversitären Zentrum der Bauforschung in der DDR ausgebaut. Die Bauakademie hatte das Promotionsrecht, verdiente Wissenschaftler*innen konnten zu Professor*innen bei der Bauakademie ernannt werden. In den 1980er Jahren war das Bauministerium der DDR der Hauptauftraggeber der Bauforschung und bestimmte die Schwerpunktsetzung der insgesamt 16 verschiedenen Institute der Bauakademie. Hauptsitz der Bauakademie und ihrer Institute war Berlin, es gab Außenstellen in Leipzig, Dresden, Halle/S. und Weimar. Ende 1989 hatte die Bauakademie etwa 4.300 Beschäftigte.

Mehr lesen

Baukombinat

Vorrangige Bedeutung in der Bauwirtschaft der DDR hatten die volkseigenen Baukombinate und Baubetriebe. Sie waren untergliedert in Bau- und Montagekombinate (Industriebau), Spezialbaukombinate (Ingenieur-, Verkehrs- und Wasserbau), Wohnungsbaukombinate (Wohnungs- und Gesellschaftsbau), Tiefbaukombinate (Infrastruktur, Stadttechnik), Kreisbaubetriebe (vorwiegend Baureparaturen).

Bezirk

Territoriale und politisch-administrative Einheit der DDR auf der mittleren Ebene zwischen der Zentrale (Hauptstadt Ost-Berlin) und den Kreisen.

Die 15 (seit 1961 einschließlich Ost-Berlin) Bezirke bildeten die mittlere (regionale) territoriale und politisch-administrative Einheit im Staatsaufbau der DDR. Sie unterstanden den Zentraleinrichtungen von Partei (SED) und Staat (Ministerien, Zentrale Plankommission) in der Hauptstadt Ost-Berlin und steuerten ihrerseits die unter ihnen stehenden Stadt- und Landkreise auf der lokalen Ebene. Die Bezirke lösten 1952 die noch bestehende Länderstruktur der DDR ab, um noch bestehende Reste bürgerlicher Verwaltungspraxis zugunsten eines neuen, demokratisch-staatssozialistischen Staatsaufbaus zu ersetzen und waren stark nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten gegliedert. Ihr Handlungsspielraum war aber in der als zentralistischer Einheitsstaat organisierten DDR beschränkt. Im Bezirk war in erster Linie der Bezirksarchitekt und das bezirkliche Büro für Territorialplanung für die städteplanerische Steuerung verantwortlich.

Bürgerbeteiligung in kommunalen Planungsprozessen

Die Beteiligung von Bürger*innen hat in der heutigen kommunalen Stadtplanung einen hohen Stellenwert. Bürger*innen und von Planungen Betroffene sollen möglichst frühzeitig informiert werden und mit Hinweisen und Anregungen die Ziele und Inhalte der Planung qualifizieren. In formellen Planverfahren (Flächennutzungsplan und Bebauungsplan) ist die Bürgerbeteiligung in Form einer mindestens vierwöchigen Planauslage gesetzlich geregelt. Bei informellen kommunalen Planungsvorhaben können Art, Umfang und Form der Bürgerbeteiligung je nach Komplexität und politischem Willen ausgestaltet werden. Die Beteiligung kann von der reinen Bereitstellung von Informationen über kooperative Formen der Beteiligung (etwa in Planungswerkstätten) bis zur Mitentscheidung und anschließender Verantwortungsübernahme (etwa in Form von bürgerschaftlichen Investitionen oder Patenschaften für konkrete Projekte) reichen.

Mehr lesen